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Naja, mit den Vergleichen mit der Nutzungsrate ist das so eine Sache: Ich würde eher sagen, dass ohne einen solchen Vergleich die Ergebnisse der klinischen Fall-Kontroll-Studien eigentlich nicht verwertbar sind. Tatsächlich braucht man für so einen Vergleich aber wesentlich belastbarere Zahlen. In der Kriminologie etwa sind solche Vergleiche durchaus Usus - dort werden etwa Schulklassen anonym befragt, was sie denn in den letzten Monaten so angestellt haben, um herauszubekommen, was der Polizei davon überhaupt angezeigt wird. Sinnvoll wäre es daher, bei einer der nächsten Studien zu Fahrradunfällen gleichzeitig die Helmtragequote im Studiengebiet zu erheben und hierbei auch grob nach Sportlern und Alltags-/Freizeitfahrern zu unterscheiden, um überhaupt erstmal ein Gespür dafür zu bekommen, welche Gruppe der Radfahrer denn nun für die Überrepräsentation verantwortlich ist, bzw. wie groß das Phänomen überhaupt ist. Am Besten würde dann die Studie noch durch einen Kriminologen oder Soziologen begleitet, da die mit solchen weichen, interpretierungsbedürftigen Zahlen sehr viel Erfahrung haben.