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Das wird ja doch noch eine ganz vernünftige Diskussion. Zu Ihren Fragen:

1. Die Schutzwirkung ist universell, da ich davon ausgehe, dass z.B. australische Köpfe nicht wesentlich anders "konstruiert" sind, als europäische. Verkehrsverhalten ist aber durchaus nicht universell. 

2. Ich hatte schon im Eingang meines Blogbeitrags darauf hingewiesen, dass ich als Unfallforscher diese durchaus interessante Frage unbeachtet lasse.

3.  Das kann man nicht in wenigen Worten sagen. Meine Haltung zu dieser Frage werde ich daher in Kürze in einem neuen Beitrag zusammenfassen.

4. Um die Sicherheit für Radfahrer zu verbessern sind komplexe Situationen zu vermeiden. Dazu gehört sowohl die von Radfahrern empfundene Komplexität (z.B. durch komplizierte Führungen an großen Knotenpunkten oder unsinnige Signalschaltungen) als auch die von anderen Verkehrsteilnehmern empfundene Komplexität. Auch für Kraftfahrer müssen Verkehrsabläufe vereinfacht werden. In letzter Konsequenz heißt das: Radverkehr gehört in erster Linie auf die Fahrbahn und damit ins Blickfeld aller anderen Verkehrsteilnehmer! Es kann jedoch durchaus Gründe für eine Führung außerhalb der Fahrbahn geben. Da fallen mir exemplarisch Straßenbahnschienen ein, die z.B. in Freiburg zu vielen Radunfälen führen oder enge und stark befahrene Straßen, in denen der Radfahrer in der Regel von sich aus auf den Gehweg ausweichen würde. Diese Anlagen müssen dann grundsätzlich den Anforderungen an Sicherheit (und damit auch an Komfort) genügen. Wenn sie dies tun, dann sollten sie auch benutzungspflichtig sein, da Kraftfahrer den Radverkehr nur hier erwarten und nicht auf anderen Flächen.  Aus dem gleichen Grund sollten Radverkehrsanlagen die nicht benutzungspflichtig, unzureichend dimensioniert oder sicherheitskritisch sind, zurückgebaut werden.