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Da habe ich jetzt eine ganze Weile gebraucht, um Ihren Gedankengang zu verstehen, vermutlich weil er mir so fern liegt. Wenn ich richtig verstehe, sagen Sie, ich will den Radverkehr unattraktiv machen, weil die Versicherungsbranche an Autos mehr verdient. Nun müssen Sie mir ja nicht glauben, dass es einen solchen Einfluss auf die UDV nicht gibt und ich verwahre mich auch gegen solche Unterstellungen. Der Gedanke ist aber auch falsch. Durch Radverkehrsförderung werden Autos ja nicht nennenswert weniger, sie werden nur weniger genutzt, legen also weniger Kilometer zurück, verursachen also weniger Schäden. Aber gottlob denken wir nicht so verquer und zynisch, wie Sie uns das unterstellen. Wenn Ihr Gedanke zuträfe und unser Einfluss zudem so groß wäre, wie Sie sich das vorstellen ( und ich mir manchmal wünsche), hätte ich ja auch für eine Schutzwesten- und HelmPFLICHT plädiert Zu anderen Details Ihres Beitrags: Radwege sind nicht immer schlecht, sondern vor allem dann, wenn sie schlecht geführt sind. Das betrifft vor allem veraltete Radverkehrsanlagen. Hier sind wir schon auf vielen Ebenen mit den Kommunen im Gespräch, dass Radverkehrsförderung auch Investition in eine möglichst sichere Radverkehrsinfrastruktur bedeutet. Warnwesten für Fußgänger und Autofahrer brauchen wir schon deshalb nicht, weil denen das bei den Hauptunfallarten, in die sie verwickelt sind, nicht oder jedenfalls wesentlich weniger helfen würde. Einige Ihrer weiteren Anregungen habe ich in anderen Blogbeiträgen aufgegriffen. An mehreren Stellen habe ich übrigens Lob von Ihnen herausgehört. Danke dafür.