Fahrversuche und Crashtests

Neben der Erfüllung der technischen Voraussetzungen birgt vor allem die Benutzung der Pedelecs ein zusätzliches Risiko. Pedelecs erreichen nicht nur eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit sondern auch eine höhere Höchstgeschwindigkeit und lassen eine höhere Kilometerleistung erwarten. Dies gilt nicht nur in der Ebene, sondern vor allem auch am Berg. Diese sich ändernden Randbedingungen lassen mehr kritische Situationen bzw. Unfälle und somit mehr Verunglückte befürchten.

Häufigere Überholmanöver sind damit vorprogrammiert und können durch die hohe Geschwindigkeit im Ernstfall mit schweren Unfallfolgen für Radfahrer und Pedelec-Fahrer enden. Pedelecs sprechen viele Radfahr-Gruppen an. Senioren genauso wie Eltern mit Kinderanhängern oder sogar sportliche Fahrer. Für Autofahrer ist es künftig schwieriger zu erkennen, wie schnell ein Radler unterwegs ist. Auch ein Senior auf einem Citybike kann jetzt dank Elektrounterstützung viel schneller auftauchen, als aus der Erfahrung „gelernt“. Riskante Situationen können dadurch an Ausfahrten und Kreuzungen entstehen. Schwere Verletzungen beim seitlichen Anprall an ein Auto sind nicht nur bei „Pedelec-Fahrern ohne Schutzhelm zu erwarten. Fußgänger sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Wenn Pedelecs auf Gehwegen oder kombinierten Geh/Radwegen unterwegs sind, können bei Zusammenstößen alle Beteiligten schwere Verletzungen davon tragen.

Diese beispielhaften Konstellationen wurden mit Hilfe von Crashtests dargestellt und ausgewertet. Die Filme zum Thema sind auch unter www.youtube.com/Unfallforschung zu sehen.