Fahrzeugklassen

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Fahrzeugklassen

Bisher wurde in die zwei Fahrzeugkonzepte muskelkraftbetriebenes Fahrrad und mit Motorkraft angetriebenes Kleinkraftrad unterteilt. Heute entstehen intelligente Kombinationen beider Konzepte. Diese können die Bezeichnungen Pedelec (Pedel Electric Cycle), E-Bike, LEV (Light Electric Vehicle) oder Elektrofahrrad tragen. Elektrofahrräder sind Fahrräder mit zusätzlichem Elektromotor. Die Art der Motorunterstützung hat dabei sowohl zulassungs- als auch fahrerlaubnisrechtliche Auswirkungen.

Dabei ist zu unterscheiden in:

  • Fahrräder mit Tretunterstützung bis 25 km/h (Pedelec 25)

  • Fahrräder mit Tretunterstützung bis 45 km/h (Pedelec 45 oder S-Pedelec)

  • Fahrräder mit tretunabhängigem Antrieb über 6 km/h bis 45 km/h (E-Bike)

Während die Pedelecs 25 herkömmlichen Fahrrädern gleichgestellt sind, müssen die schnellen Pedelec 45 und die E-Bikes im Sinne der EU-Richtlinie 2002/24/EG wie ein Kleinkraftrad (Klasse L1e) mit allen technischen Konsequenzen betrachtet werden. Durch die Einigung vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und den obersten Straßenverkehrsbehörden der Länder (s. Verkehrsblatt vom 30.11.2012, S. 848) wurde klargestellt, dass bei schnellen Pedelecs die Geschwindigkeit, bei deren Erreichen die Tretunterstützung unterbrochen wird, als bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit anzusehen ist. Das bedeutet, sie benötigen u. a. eine Betriebserlaubnis, eine Pflichtversicherung (Versicherungskennzeichen) und die Fahrerlaubnis der Klasse AM. Außerdem müssen sie auf der Straße fahren und der Fahrer ist nach § 21a der StVO verpflichtet, einen geeigneten Helm zu tragen.