Verkehrsklima in Deutschland 2016

Verkehrsklima 2016 

Die Teilnehmer der Studie "Verkehrsklima in Deutschland 2016" beantworteten, wie in den Jahren 2008 und 2010,  verschiedene Fragen zu ihrem Verkehrsverhalten und Sicherheitsempfinden. Dieses Jahr wurde zum ersten Mal die Gruppe der Pedelecfahrer ausdrücklich befragt und ausgewertet, da diese eine stark wachsende Gruppe der Verkehrsteilnehmer in Deutschland darstellt. Schwerpunktthema 2016 war die Aggression im Straßenverkehr. 

In Zusammenarbeit mit dem Befragungsinstitut omnitrend GmbH wurden 2.061 Personen im Alter von 18 bis 93 Jahren befragt. Die Daten wurden nach Führerscheinbesitz, Pkw-Verfügbarkeit, Verkehrsmittelnutzung (Fahrrad, Pkw, ÖPNV), Alter, Geschlecht, Bildung, Bundesland (Ost-West) und Bevölkerungsverteilung nach BIK-Regionstyp gewichtet. Die Stichprobe setzt sich zusammen aus 49 Prozent Männern und 51 Prozent Frauen. 80 Prozent gehen mindestens 1 bis 3 Tage pro Woche zu Fuß. 74 Prozent nutzen den Pkw mindestens 1 bis 3 Tage pro Woche und 38 Prozent das Fahrrad. Mit einem Pedelec fahren 4 Prozent mindestens 1 bis 3 Tage pro Woche.

Wahrgenommene Verkehrssicherheit

Die Mehrheit der Deutschen fühlt sich im Straßenverkehr sicher. 62 Prozent der Teilnehmer gaben an, sich sicher oder sehr sicher zu fühlen. Auch in diesem Jahr fühlen sich mehr Männer sicherer im Straßenverkehr als Frauen. Von den befragten Männern gaben 66 Prozent an, sich sehr sicher oder sicher zu fühlen, von den Frauen 58 Prozent.

Vergleich zu Verkehrsklima 2010

Im Jahr 2010 gaben 53 Prozent an, sich sicher oder sehr sicher zu fühlen. Das Sicherheitsempfinden im Straßenverkehr ist gegenüber 2010 scheinbar gestiegen. Auch telefoniert ein größerer Anteil der Befragten beim Fahren mit einer Freisprechanlage im Vergleich zum Jahr 2010.

Thematischer Schwerpunkt 2016: Aggressionen im Straßenverkehr

Die Teilnehmer der Untersuchung wurden zu verschiedenen Aussagen zum eignen Aggressionsverhalten befragt. Antworten gaben sie auf einer vierstufigen Skala von trifft nicht zu (1), trifft kaum zu (2), trifft eher zu (3) bis trifft voll zu (4). Die Antwortkategorien 2 bis 4 wurden als Zustimmung zusammengefasst.

Fast die Hälfte der befragten Pkw-Fahrer (47 %) gab an, viel schneller zu fahren, wenn sie sich ärgern (Männer 42 %, Frauen 52 %). 18 Prozent fühlen sich richtig gut dabei, auf Landstraßen schnell zu fahren und möglichst viele Autos zu überholen (Männer 21 %, Frauen 16 %). Auch bezüglich weiterer aggressiver Verhaltensweisen (auf notorische Linksfahrer dicht auffahren, Bummler drängeln, Drängeln generell) verhielten sich die Männern aggressiver als Frauen. 

Alle befragten Pkw-Fahrer haben schon aggressives Verhalten im Straßenverkehr beobachtet. Aggressives Verhalten wird weit häufiger berichtet, als an sich selbst wahrgenommen. Die Selbst- und Fremdwahrnehmung gehen stark auseinander.

Einen ausführlicheren Überblick gibt die Unfallforschung kompakt Verkehrsklima in Deutschland 2016, in der weitere Ergebnisse nachzulesen sind. 

 

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