Feldversuche

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Feldversuche

Bisherige Studien zur Evaluierung der Maßnahme Tagfahrlicht sind, sofern sie sich auf Unfallzahlen stützen, nur selten aussagekräftig. Im experimentellen Ansatz fehlt es an ausreichenden Fallzahlen. Bisher durchgeführte Feldstudien mit Blickbewegungsmessung beschränken sich auf einfache Situationen und kleine Stichproben. Nebst der Realitätsnähe der Studie fehlt es leider auch häufig an Transparenz des Vorgehens, was die Glaubwürdigkeit der Aussagen beeinträchtigt.

Die im Rahmen diese Forschungsprojektes durchgeführten Feldversuche wurden so angelegt, dass sie in Deutschland und Dänemark durchgeführt wurden. Dabei wird der Fokus auf fünf vorab definierte Unfallschwerpunkte gelegt und auf positive wie negative Folgen für mehrspurige Fahrzeuge und insbesondere auch schwächere Verkehrsteilnehmer geprüft. Die Blickbewegung der Probanden ermöglicht Aussagen über den Einfluss von Licht an Pkw auf die Blickzuwendung auf Verkehrsteilnehmer, ebenso wie ausbleibende oder verkürzte Blicke auf andere Verkehrsteilnehmer, seien das Fahrzeuge ohne Licht, Motorräder, Fußgänger oder Radfahrer. Die Datenerhebung in den Städten Flensburg und Sonderbog begann Anfang September 2009 und endete Mitte Oktober 2009. Die Versuchsstrecken in den beiden Orten waren in vorher definierten Eigenschaften vergleichbar. Die Stichprobe im Within-Vergleich Sonderbog-Felnsburg setze sich etwa zur Hälfte aus Deutschen (n=20) und Dänen (n=16) zusammen.

Die Versuchsfahrten wurden unter zwei verschiedenen Bedingungen mit jeweils unterschiedlicher Zielstellung durchgeführt. Jeder Proband fuhr in Flensburg und Sonderborg unter beiden Versuchsbedingungen in Begleitung eines Versuchsleiters. Die Gesamtdauer des Versuchs einschließlich Aufsetzen der Messtechnik, Pausen, etc. lag für den Probanden bei 5-6 Stunden. Die resultierenden Fahrzeiten erzeugten eine sehr große Menge an auswertbaren Blickbewegungsdaten für die verschiedenen Kreuzungssituationen.