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Zu der Frage, ob man Verletzte und Tote  gegen einen möglichen Gewinn beim Umweltschutz aufwiegen kann, habe ich eine klare Meinung und hätte sie auch, wenn ich nicht Unfallforscher wäre: Nichts  rechtfertigt die Gefährdung von Menschenleben. Idealerweise bekommen wir beides gut hin, aber man kann nicht bewußt  in ein Risiko laufen, mit Hinweis auf positive Wirkungen an anderer Stelle. Das sind ethische Grundfragen, die von Schirach in seinen Büchern wunderbar diskutiert. Bei der Radwegeführung haben wir entgegen Ihrer Darstellung niemals ausschließlich eine Führung auf der Fahrbahn empfohlen. Da es im Wesentlichen um die Sichtbeziehungen geht, kann auch ein Hochbordradweg bei ausreichender Breite geeignet sein. Aus Befragungen und Beobachtungen wissen wir, dass die meisten Radfahrenden diesen bevorzugen, selbst wenn die Benutzungspflicht aufgehoben ist und ein Streifen auf der Fahrbahn markiert ist. Das sollten wir durchaus mit beachten.