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Danke für die empirische Untersuchung dieses Designs. Es ist wirklich schade, dass einige wenige Aktivisten rund um Changing Cities seit Jahren mit Ideen aus den 80ern (da gab es in Deutschland auch schon mal weit abgesetzte Radwege) versuchen, den Radverkehr neu zu erfinden. Im ADFC gab es deutliche Warnungen aus dem Kreis der Aktiven vor allem vor den sogenannten "geschützten Kreuzungen", aber auch der Idee, dass "geschützte Radfahrstreifen" ein Allheilmittel sind. Letztere mögen in anbaufreien Straßen ohne Parkplätze gut funktionieren - da funktionieren aber auch Bordsteinradwege oder Radfahrstreifen. In Straßen mit vielen Grundstückszufahrten und Einmündungen bekommt man bei den geschützten Radfahrstreifen gar nicht genug Pfosten aufgestellt, um wirklich Falschparker zu vertreiben. Radfahrstreifen hinter parkenden Autos, die in Berlin jetzt auch wieder gefordert werden, hatten sich ja in mehreren Studien als große Gefahr dargestellt und wurden schon vor 15 Jahren in Hannover wieder rückgebaut. Leider hat der ADFC-Bundesgeschäftsführer und ein Bundesvorstandsmitglied diese Wunderlösungen immer weiter vorangetrieben und inzwischen wurde sogar der Fachausschuss Radverkehr von ADFC und SRL aufgelöst, weil diese beharrlich den Bundesvorstand davor warnten, nicht auf diese "neuen" Lösungen zu setzen. Von daher ist es gut, dass Sie als Unfallforscher sich von der Meinungsmache nicht beeinflussen lassen und Designs untersuchen. Ich wünsche der UDV sehr, dass Sie da weiterhin standhaft bleiben. Noch schöner wäre es natürlich, wenn auch international und auch von den Unis zu dem Thema geforscht würde, so dass die Forschungsergebnisse auch in internationalen Zeitschriften veröffentlicht werden, so dass auch international sich einheitliche Designs herausbilden.