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Sehr geehrter Herr Brockmann, ich denke, dass die Debatte im Kern in Ordnung ist. Leider sieht es immer so aus, dass immer Nichtnutzer über Pedelecbenutzung reden. Ich selbst nutze als Thüringer ein solches zum Pendeln und kann damit in meiner bergigen Heimat trotzdem Strecken von 25km recht vorhersagbar pendeln. Die Elektrounterstützung sorgt für eine Glättung der Berge, was ich leider mit einer langsameren Geschwindigkeit (Gewicht!!!) in der Ebene zurückzahle. Trotzdem bin ich auf flachen und Bergabstrecken schneller als die Maximalunterstützung. Aber selbst am Berg muss man sich bei höchster Stufe anstrengen, um den Anstieg zu erklimmen. Freunden, denen ich mein Pedelec zum testen ausgeliehen habe, waren überrascht, dass man nicht wie auf einem Mofa einfach den Berg hochrollt, es aber trotzdem angenehm ist, die Belastungsspitzen abzuschwächen. Der Effekt bei mir ist, dass ich anstatt 1-2 mal die Woche regelmäßig 3-4 mal die Woche mit dem Pedelec pendle und dabei bis zu 200km in der Woche zurücklege. Das hat sich deutlich auf der Waage bemerkbar gemacht. Zudem möchte ich Sie gern auf folgende Studie hinweisen, die keinerlei Verbindung von Pedelecs zur Unfallhäufigkeit gefunden hat: https://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0043-120200 Vielleicht probieren auch Sie mal ein Pedelec aus, damit die Vorurteile verschwinden können. Weiterhin ist es wichtig, dass die Radinfrastruktur verbessert wird, z.Bsp. Falschparker und Bewuchs entfernt werden und Verkehrsregeln bzgl. Radverkehr auch Autofahrer nahegebracht werden. Im täglichen Leben begegnen mir immer noch Autofahrer, die grundlegende Verkehrsregeln nicht kennen oder verlernt haben. (z. Bsp. Rechtsabbiegen über Radweg) Jeder Mensch, der sein Auto stehen lässt und sich per Rad/Pedelec fortbewegt entlastet den Verkehr und sorgt für lebenswerte Städte. Das sollte im Endeffekt auch Autofahrern etwas wert sein.