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Das von Ihnen gewünschte Projekt zur Sicherheit des Radverkehrs im Mischverkehr läuft bereits bei der BASt (Führung des Radverkehrs im Mischverkehr auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen sowie auf Hauptverkehrsstraßen mit Schutzstreifen, Projekt-Nr. 77.0496).

Das Öffnen von Fahrzeugtüren stellt in der Tat eine Gefahr für den Radverkehr dar, wenn auch nicht die Hauptgefahr. Abhilfe schafft hier in der Regel der Blick nach hinten vor dem Öffnen der Tür bzw. noch wichtiger die Einhaltung eines angemessenen Sicherheitsabstandes durch den Radfahrer (Kampagnen könnten das aufgreifen). Übrigens: Wenn Radverkehrsanlagen entsprechend ERA angelegt sind, dann ist ein ausreichender Sicherheitsabstand zu parkenden Fahrzeugen gegeben.

Die Behauptung, in ERA und RASt stünde nichts zu Fahrstreifen an LSA- Knotenpunkten, verstehe ich nicht. Allein in der ERA wird auf 20 Seiten das Thema der Radverkehrsführung an Knotenpunkten innerorts dargestellt. RASt, RiLSA und RMS enthalten ebenfalls viele Vorgaben und Hinweise.

Das Diagramm in der ERA als frei erfunden zu bezeichnen, ignoriert vollständig alle Studien die bei BASt und BMV durchgeführt wurden und dem Diagramm zugrunde liegen (z.B.: Führung des Radverkehrs im Innerortsbereich (6 Teile, 1982-86); Sicherung von Radfahrern an städtischen Knotenpunkten (1992), Einsatzbereiche von Angebotsstreifen (2000), Unfallrisiko und Regelakzeptanz von Fahrradfahrern (2009)) zudem erfolgte ein Abgleich mit entsprechenden Regelwerken in den Niederlanden und Dänemark.

Gleichwohl gibt es sicherlich noch Wissenslücken bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit für den Radverkehr. Hinsichtlich Infrastruktur besteht jedoch im Wesentlichen ein Umsetzungsdefizit.