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Es existierte eine Habilitation in Münster, die feststellt, dass die Anzahl von Kopfverletzungen von verunfallten Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern untersuchte. Bei dieser Untersuchung ergab sich eine gleichwertige Verteilung der Kopfverletzung von allen Gruppen. Ihrer Auflistung berücksichtigt nur Verletzungen an Körperstellen - die Narbe an meinen Kinn beruht auf einen Fahrradsturz, bei dem der getragene Helm leider diese schwere Kopfverletzung nicht verhinderte. Es besteht aus den 1990zigern Jahren eine Untersuchung über den Zusammenhang von Schweren Verletzungen bei Unfällen von Radlern und Autofahrern, die darstellt, dass ab 30 km/h (Auto) die Verletzungsschwere besonders dramatisch ausfällt. Obwohl Sie betonen, das es keine vergleichbaren Studien zur Thematik existiert, verweist Ihre Arbeitsgruppe auf zwei Untersuchungen vom gleichen Autor. Ich stimme ihnen jedoch zu, das keine aktuelleren tieferen Untersuchung zur Unfallursache bestehen, die in die Diskussion eingeführt werden. Vergleichende Untersuchungen, zB in Holland mit einem hohem Radfahreranteil und wenig helmtragenden Radfahrern besteht meines Wissens. Das Argument, das bei Diskussion Argumente ausgeklammert werden sollten, die das Radfahren unattraktiv machen, hinkt: 1. Die Untersuchung zur Helmtragepflicht in Australien zeigt auch auf, das im Verhältnis zur Gesamtheit mehr Unfälle geschahen. 2. Zahlreiche Unfälle geschehen dadurch, das mich nicht mit Gefahren rechnet. Ansätze die den Radverkehr am gesamten Verkehrsaufkommen reduzieren produziert eine erhöhte Gefährdung der verbliebenen. 3. Die Kondition und Konditionellen Fähigkeiten des einzelnen werden gefördert und dieser Nutzen muss gegengerechnet werden zur potenziellen Gesundsheitsschaden. Helme sind PSA, und daher eigentlich die schlechteste Maßnahme, zumindest im Arbeitsschutz. Selbst die BGen fordern keine Helmtragepflicht. Ich sehe oft potenzielle Unfallstellen für Radfahrer, insbesondere Radfahrender Kinder. In vielen Orten sind die StVO-Novelle und ERA nicht umgesetzt, oft finden Planungen ohne eine Analyse der Gefährdungsfaktoren statt. Die Fahrradszene ist im Umbruch und bei einigen Fahrzeugen dürfte eine Helmpflicht ggf. das Verletzungsrisiko erhöhen. Vielleicht wäre es einfach glaubwürdiger, wenn erst bestehende Regelungen umgesetzt werden, Mitarbeiter von Verkehrsbehörden geschult werden, etc. - Leider wird oft mit sehr subjektiven Darstellungen gearbeitet, blutige Helmen von Unfallopfern präsentiert, vom Kampfradler gesprochen , aktive Mitarbeit / Sponsoring vom Helmhersteller(n) der erwähnten Arbeitsgruppe und letztlich die Tendenz Untersuchungen, die eine Helmpflicht kritischer sehen, auszuklammert. Dies erschwert unnötig die Werbung für das Helm tragen, auch, wenn es ggf. sinnvoll sein könnte.