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Gerade in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in vielen anderen ländlichen Regionen findet der Radverkehr auf Landstraßen statt. Das wird sich aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte auch nicht ändern, denn auf den meisten Straßen ist so wenig KFZ-Verkehr, dass Radwege weder nötig noch volkswirtschaftlich sinnvoll sind. Die Idee, Bäume nur noch an selbstständig trassierten Radwegen zu pflanzen, bedeutet also nur, dass es in den ländlichen Regionen gar keine Baumalleen mehr gibt, weil es in diesen Regionen so gut wie keine Radwege gibt. Abgesehen davon finde ich es auch nicht prickelnd, wenn der Alltagsradverkehr dann im prallen Sonnenschein die ereignisarme, weil baumarme Landstraße befahren soll. Es wäre schön, wenn auch die UDV/GDV erkennen würde, dass man unsere Kulturlandschaft nicht autogerecht gestalten sollte, sondern dass man den Autoverkehr so gestalten muss, dass er sich halbwegs in unsere Kulturlandschaft einfügt. In den Städten haben wir die autogerechte Umgestaltung zumindest schon etwas stopppen können. Im ländlichen Raum muss diese Entwicklung aber genau so gestoppt werden und das heißt dann: Geschwindigkeit in Alleen so weit runter, dass die Autofahrer eben nicht mehr sterben, wenn sie einen Fehler machen. Dann braucht es auch keine Leitplanken, die in der Regel dazu führen, dass sich Radfahrer gar nicht mehr in die Bob-Bahn-Landstraße trauen und der KFZ-Gegenverkehr freut sich auch, denn der ist es in der Regel, der in einen Unfall verwickelt wird, wenn der Unfallverursacher nicht am Baum hängen bleibt, sondern in den Gegenverkehr katapultiert wird.